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Donnerstag, 28. Juli

 Heute ist es schon am frühen Morgen ziemlich heiß. Nach dem Frühstück geht es mit vielen Arbeiten weiter. Allerdings heute nur bis Mittag, weil wir dann nach Dorna Orfahovica fahren, um dort zu arbeiten. Nach dem Mittagessen setzen sich also alle in die Autos und los geht es nach Orfahovica. Es erwartet uns eine kleine Gemeindegründung mit einer riesigen Baustelle und das bei 36 Grad im Schatten. Es sollen Pflasterarbeiten gemacht werden, ein ganzer Hang Erde bewegt und umgeschichtet werden, Bauschutt in einen Anhänger verladen und betoniert werden. Alle sind beim Anblick der Arbeit schon furchtbar k. o. 

     

Doch wieder mal sind wir erstaunt, was Gruppendynamik und Gottes Gnade ausmacht. Gemeinsam wird geschaufelt, Dreck und Schutt weggetragen und das was schier unmöglich schien, wird möglich. Mit allen zur Verfügung stehenden Kräften wird in der heißen unerträglichen Hitze gearbeitet. Und dass es niemanden mit einem Sonnenstich oder Hitzeschlag gibt, ist wohl Gottes Gnade zuzuschreiben und unseren Wasserläufern:


 
Sarah, Samuel, Milena, Hannah und Janis, die uns ständig Wasser zum Trinken und zur Abkühlung gebracht haben.

 Glücklich, all unsere Arbeiten gemeinsam bewältigt zu haben, ließen wir uns eine Stunde vor dem Gottesdienstbeginn in unsere Sitze plumbsen und waren so fertig wie noch nie. Anne hatte zu der Zeit wahnsinnige Kopfschmerzen. Einige aus dem Team setzten sich zu ihr und beteten für sie. Innerhalb von einer halben Stunde waren ihre Kopfschmerzen komplett weg. Und das witzigste war, dass Anne, im Gegensatz zu uns anderen, jetzt top fit war ... (Gott hat echt Humor). 

Nachdem wir etwas gegessen hatten, sollten wir einen Gottesdienst gestalten. Ich glaub, keiner rechnete damit, dass wir noch irgendetwas Sinnvolles auf die Beine stellen konnten. Aber Gott sagt ja: "Wenn eure Möglichkeiten zu Ende sind, fangen meine erst an!" Und so war es echt. Der Gottesdienst war nicht nur zum Segen der anderen, sondern Gott überraschte uns mit seiner Gegenwart. Joi durfte an dem Abend predigen; und sie predigte über die Freude am Herrn. 

       

Lydia sang ein Lied, Zeugnisse wurden von den verschiedensten Leuten erzählt, und ich war begeistert, wieviel Potential noch in dieser schlaffen, müden Truppe lag. Ein kleines Wunder mit großen Auswirkungen. Gott hatte uns so gesegnet. Obwohl keiner mehr piep sagen konnte, fuhren wir abend mit unseren Autos müde aber fröhlich nach Kavlak zurück.

         

 

 

 

 
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