Tagebuch
zu unserem Arbeitseinsatz in Bulgarien vom 22. - 29. Juli 2011
Freitag, 22. Juli:
7.00 Uhr: Abfahrt des Teams von Grimma mit dem Bus
10.30 Uhr: Team will Anne absetzen, weil an einer Autowerkstatt behauptet wird, dass lt. Gesetz nur acht Personen im Kleinbus transportiert werden dürfen. Rainer macht sich von zu Hause aus kundig und erfährt, dass es für diese Aussage keine gesetzliche Grundlage gibt. Der Kleinbus setzt sich weiter Richtung Osten in Bewegung.
Samstag, 23. Juli:
Früh morgens geht es weiter zur Rumänischen Grenze. Als der Bus an die Grenze kommt, stellen die Fahrer mit Erstaunen fest, dass sie vor der Serbischen Grenze stehen (man kann sich ja mal irren ...). Hier werden alle Pässe genau kontrolliert und mit Erschrecken wird festgestellt, dass ein Teamler keinen gültigen Ausweis hat. Es wird also unmöglich, die Grenze nach Slowenien zu passieren. Nach einiger Überlegung entscheiden sich alle für eine Weiterfahrt in Richtung Rumänien, um dort zu versuchen, über die Grenze zu kommen. Aber auch hier keine Chance ins Land zu kommen. Inzwischen liegen die Nerven blank. Die Brote der Lunchpakete sind hart; und es tropft Kühlerflüssigkeit in den Fahrerraum. Eine Werkstatt muss her. Tatsächlich wird eine gefunden, die das Problem beseitigen kann. Nur leider muss ein Fahrzeugteil bestellt werden (ca. drei Stunden Wartezeit). In Deutschland wird nun mit der Ungarischen Botschaft verhandelt. Aber einen vorläufigen Ausweis gibt es frühestens am Montag. So wird einer unser Teamler in Budapest am Bahnhof abgesetzt. Am Bahnhof angekommen, entdeckt die Polizei den ausländischen Kleinbus und kontrolliert das Team auf das genaueste. Unser Teamler mit dem abgelaufenen Ausweis kann gerade eben noch in der Menschenmenge am Bahnhof verschwinden. Nach der ausführlichen Razzia kann das nun achtköpfige Team weiterfahren. Alle sind froh, dass sie nach einem ca. 20stündigen Umweg wieder in die richtige Richtung fahren. Anstrengend bleibt es natürlich trotzdem; und nachdem in Rumänien Dauerregen eingesetzt hat, müssen alle die Nacht im Kleinbus verbringen und versuchen ein Auge zuzudrücken.
Sonntag, 24. Juli:
Maria steht morgens als erste auf, um einen Busch aufzusuchen. Als sie wieder in den Kleinbus kommt, fällt sie fast in Ohnmacht: Acht nicht gewaschene Personen auf engstem Raum schlafend ohne Sauerstoffzufuhr (danke Jesus, dass keiner an Sauerstoffmangel gestorben ist ...). Ankunft auf dem Campgelände in Kavlak am späten Abend. Alle sind total übermüdet und nervlich sehr strapaziert. Zum Glück sind schon zwei Familien mit den Autos angekommen, so dass sie die Gruppe empfangen und ihnen Beistand geben können...